Gut gemachte Implantate können Sie fast wie gewachsene Körperteile wahrnehmen

Gut gemachte Implantate können Sie fast wie gewachsene Körperteile wahrnehmen

Wiederum ein eigener Zweig in der Zahnheilkunde ist die Implantologie, die sich ausschließlich mit dem Themenkomplex rund um die Implantate (wörtlich übersetzt bedeutet das „Eingepflanztes“) beschäftigt. Gemeint sind damit landläufig zunächst allgemein in der Medizin verwendete Gebilde aus Stoffen, die nicht dem eigenen menschlichen Körper entstammen. Sie benötigt man dort, wo zuvor geschädigte Gewebe (Muskeln, Haut oder Knochen) entfernt wurden. Im Unterschied zu Prothesen, die oft ganze Gliedmaßen oder Organe ersetzen und deren Funktionen erbringen, vertreten Implantate nur Teile derselben.

 

Ziel der Implantologie war es früher, die Natur eins zu eins zu kopieren. Inzwischen sind sich alle Beteiligten darüber klar, dass selbst die sowohl technisch als auch ästhetisch besten Implantate der natürlich gewachsenen Substanz allenfalls nahe kommen können. Für praktisch alle Bereiche der Zahnmedizin – von der Umgebung im Kiefer über die Zahnwurzel bis hin zu Bestandteilen der Zähne selbst – gibt es heute synthetische Komponenten, die weder beim Essverhalten noch in puncto Optik vom Patienten Einschränkungen verlangen. Da viele Produkte aus organischem Gewebe hergestellt werden, sind sie in der Regel selbst für allergisch belastete Patienten gut verträglich.

 

Implantate sorgen wieder für einen festen Biss

 

Erkrankungen an und in der Zahnwurzel können oft weit reichende Störungen und Beschwerden in anderen Organen des Körpers auslösen. Um das zu verhindern, müssen an der Zahnwurzel bisweilen Teile entfernt werden. Unter Implantaten im engeren Sinn versteht man in der Zahnmedizin daher eine künstliche Zahnwurzel. Es handelt sich dabei um ein passgenau und individuell angefertigtes Gebilde aus Titan. Es wird in den Kieferknochen eingeschraubt oder eingesteckt. Keramik-Implantate werden weiter entwickelt, sind aber noch nicht evident basiert. Das Implantat ist zunächst eine reine Träger-Konstruktion. Der Zahnersatz selbst wird dann auf den Aufbau des Wurzel-Implantats (so genanntes Abutment) als Krone aufgesetzt. Erst die gesamte Einheit von Wurzel-Implantat, Aufbau und Krone erreicht eine hohe Stabilität und ermöglicht Ihnen wieder einen festen Biss.

 

Das wichtigste Argument für ein Implantat ist, dass nur so die erheblichen Kaukräfte in das Fundament der Zähne, den Kieferknochen, übertragen werden können. Dieser erhält somit die für den ständigen Um- und Aufbau der Zellen im ganzen Körper nötige Stimulation. Nur so wird der gesamte Kau-Apparat an der Durchblutung und Muskelbildung beteiligt und vor Verkümmerung geschützt. Im Unterschied zu „echten“ Zähne, die mit dem Kieferknochen flexibel verbunden sind, verwachsen Implantate mit dem Halteapparat der Zähne zu einer Einheit. Optimale Wahl des Materials und der Verarbeitung sorgen zudem dafür, dass Implantate bei guter Pflege sehr dauerhaft sind. Wir kennen viele Patienten, bei denen Implantate ein Leben lang halten. Wurzel-Implantate gibt es seit über einem halben Jahrhundert; sie sind immer noch in Funktion. Können die Kaukräfte nicht in den Halteapparat der Zähne abgeleitet werden, suchen sie sich andere Wege, etwa über Nachbarzähne. Dadurch kann es zu Fehlstellungen, Verformungen oder Verspannungen kommen, die wiederum auf andere Körperteile ausstrahlen können.

 

Solche Implantate beheben das Problem „zahn-immanent“. Gesunde oder bereits geschädigte Nachbarzähne müssen bei dieser Methode nicht angetastet werden. Das ist sowohl für die Behandlung als auch für die dauerhafte Funktion von Vorteil, da außerhalb des betroffenen Zahnes selbst weder Verletzungen noch Dauerbelastungen entstehen, wie das etwa durch Halterungen von Brücken an Nachbarzähnen der Fall ist.

 

Immer wieder wird vor den Unverträglichkeiten von Implantaten gewarnt. Auch wir verfolgen diese Diskussionen und nehmen Ihre Vorbehalte ernst. Aber eben deshalb muss stets geklärt werden, wovon genau beim Thema Implantate die Rede ist: Beim Zahn-Ersatz etwa hat sich das Zirkondioxid bewährt. Trotz des heute verfügbaren Zirkoniums ist die Verträglichkeit von keramischen Wurzel-Implantaten nicht ganz unumstritten. Nachgewiesen ist jedoch, dass Titan keine allergischen Reaktionen verursacht. Es kann daher auf jeden Fall ohne Bedenken eingesetzt werden. Wenn Sie sich für ein Implantat entscheiden, sollten Sie auch mit gewissen Einheilzeiten rechnen, in denen der betroffene Zahn erst allmählich belastet werden kann bzw. provisorisch Halteschienen verwendet werden müssen. Diese Einheilzeiten betragen beim Unterkiefer drei bis acht Monate, am Oberkiefer, da er typischerweise weniger belastet ist, bis zu einem Jahr. Lassen Sie sich also nicht aus der Ruhe bringen!

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